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Ein imposanter Anblick: das Hotel Castell
Auf der Sonnenterrasse genießen die Gäste den Blick über Zuoz.
Einen gekonnten Kontrast zur historischen Fassade bilden die modern gestalteten Zimmer.
Die Formensprache ist klar und reduziert.
Blick in ein Zimmer
Moderner Komfort
Eine Kreation des Küchenchefs Helmut Leitner
Blick in das Restaurant
Die Rote Bar ist ein Gemeinschaftswerk von Pipilotti Rist und Gabrielle Hächler.
Moderne Kunst vor historischer Stuckdecke
Das Hotel Castell von Außen
Die leicht schwingende Holzterrasse des japanischen Künstlers Tadashi Kawamata mit Verlängerung hin zum Felsenbad
Blick ins Tal
Das Hotel Castell bei Nacht
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Fr. 19.08.2016, Karl S.

Hotel Castell, Zuoz

Martin Kippenberger auf 2.000 Metern Höhe

 

Hoch über Zuoz im Engadin thront das Hotel Castell. In einem von Natur und Kunst geprägten Umfeld kann man hier ganz wunderbar entspannen und neue Energie tanken.

 

Schon von weitem sehen wir das Hotel Castell. Wie eine Burg taucht hinter der Wegbiegung der braune Jugendstil-Bau mit dem Turm und den weiß eingefassten Fenstern auf. Ein imposanter Anblick. Die Fassade ist noch original aus dem Jahr 1913. Damals wurde das Castell auf dem mystischen Hügel über Zuoz auf 2.000 Metern Höhe als Kurhaus erbaut. In den Golden Twenties erlebte das Castell seine Blütezeit. Bekannte Persönlichkeiten wie der deutsche Kronprinz, Stefan Zweig oder Arthur Schnitzler zählten zu den Gästen. Täglich spielte ein Orchester und rauschende Feste bildeten Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens.

 

Pipilotti Rist und andere zeitgenössische Künstler

 

Noch heute ist das Hotel Castell ein Ort der Begegnung, nämlich der Kunst. Wir treten ein und bewundern die im ganzen Haus verteilten Werke bedeutender Künstler wie Martin Kippenberger, Gabriel Orozco oder Peter Fischli/David Weiss. Das Zusammenspiel aus Historie und zeitgenössischer Kunst gibt dem Haus eine moderne, individuelle Note.

 

Hauptaktionär Ruedi Bechtler hat dem Castell die Werke als Leihgabe zur Verfügung stellt und regt damit zu einer Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst an. Jeden Donnerstag laden die Hoteldirektoren Irene und Martin Müller zu einer Kunstführung durch die Hotelräume. Außerdem finden immer wieder Art Weekends statt, bei denen schon Künstler wie John Baldessari, Olaf Breuning oder Pipilotti Rist zu Gast waren.

 

Letztere hat zusammen mit Architektin Gabrielle Hächler die Rote Bar gestaltet. Ein stilvoller Ort, an dem wir einen Aperitif einnehmen, bevor wir zum Abendessen gehen. Schon der Anblick des Restaurants ist ein Genuss: Über dem Speisesaal prangt eine mächtige Stuckdecke mit feinsten, aufwändigen Verzierungen. Moderne, farbenprächtige Kunstwerke bilden einen spannungsvollen Kontrast zu den historischen Elementen.

 

Wir nehmen Platz und lassen uns von den Kreationen des Küchenchefs Helmut Leitner verwöhnen. Dass die Schweizer Meister der Gourmetkunst sind, bewahrheitet sich hier: Beste, frischeste Zutaten, fein abgestimmt und auf den Punkt gegart – perfekt. Für uns gibt es ein Sellerieschaum-Süppchen, ein Hirsch-Ossobuco, das auf der Zunge zergeht, und danach einen herrlichen Schokoladenkuchen und eine Auswahl an Schweizer Käse. Hervorzuheben ist auch die Weinauswahl. Wir genießen dank sehr kompetenter Empfehlung und Beratung hervorragenden Wein aus der Schweiz.

 

Nach dem Essen freuen wir uns auf unsere Junior Suite. Der vom St. Moritzer Architekten Hans-Jörg Ruch gestaltete Raum ist mit heimischem Arvenholz verkleidet. Die Formensprache ist klar und reduziert. Vom Balkon haben wir eine herrliche Sicht auf das Inntal und die umliegende Bergwelt.

 

Mit der Seilbahn in die Engadiner Bergwelt

 

Nach einem reichhaltigen Frühstück (unbedingt das Birnenbrot mit Käse probieren!) erkunden wir am nächsten Tag die Berge. Mit der pittoresken Standseilbahn fahren wir auf den Schafberg und genießen auf dem Panoramaweg „Muottas Muragl“ den Blick auf die Engadiner Seenlandschaft und das Bernina-Massiv.

 

Als Belohnung wartet im Hotel die Sauna auf uns. Sie befindet sich im Freien in einer kunstvollen Felsenlandschaft und kann exklusiv für zwei Personen gebucht werden. Daneben ist ein hübsches Felsenbad, gestaltet von dem Künstler Tadashi Kawamata. Einen Besuch wert ist auch das Hamam. Es befindet sich in den ehemaligen Kurräumen im Untergeschoss. An halbdurchsichtigen Stoffen ergießt sich unerschöpflich Licht in den Zentralbereich und sorgt für eine besondere, spirituelle Raumatmosphäre.

 

Ein Hotel wie das Castell habe ich noch nie zuvor erlebt. Die Lage, die Natur, die Kunst – all das macht das Haus zu einem ganz besonderen Ort, den man unbedingt einmal besuchen sollte. Wir kommen gerne wieder.

Mehr Infos:

Hotel Castell