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Beste Lage: Das Steigenberger Hotel Herrenhof liegt mitten in der alten Kaiserstadt.
In freundlichem Aubergine und Grün sind die Zimmer des Hotels gehalten.
Romantische Abgeschiedenheit findet der Gast auf Wunsch auch im Restaurant des Herrenhofs.
Ganz im Stil der Zeit, im Retrolook, ist die großzügige Hotelbar gestaltet.
Die auberginefarbenen Sessel in der Hotellobby laden zum Verweilen ein.
Von der Dachterrasse genießt der Hotelgast einen herrlichen Blick auf Wien und sein Wahrzeichen, den Stephansdom.
Der Relax-Raum im Wellnessbereich ist etwas zugig, aber geschmackvoll.
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Do. 15.11.2012, Udo S.

Steigenberger Hotel Herrenhof, Wien

Schnörkelloser Luxus in bester Innenstadt-Lage

 

Lage, Lage, Lage! Bewertet man das Steigenberger Hotel in Wien nach dieser Grundregel für Immobilien – die natürlich auch für Touristenhotels gilt –, dann gibt es für den Herrenhof eigentlich keine Steigerung mehr. Im Herzen der alten Kaiserstadt gelegen, nur einen Steinwurf von der berühmten Hofburg und vom Graben entfernt, eignet sich das 5-Sterne-Hotel als idealer Ausgangspunkt für Besichtigungen und Shopping-Touren aller Art. Von den Suiten mit Dachterrasse kann man sogar das Wahrzeichen Wiens, den gotischen Stephansdom, bestaunen, der sich zu Fuß in gerade einmal zehn Minuten erreichen lässt.

 

Steigenberger steht seit 80 Jahren für eine klassische und schnörkellose Spitzenhotellerie. Schon die Hotellobby mit ihren auberginefarbenen Ohrensessel lädt zum Verweilen ein. Man bedauert fast, dass die Empfangsdamen und -herren ihren Job so professionell machen, dass Wartezeiten fast nicht vorkommen. Das Design der Zimmer greift das Ambiente der Lobby auf. Wände und Teppich zieren ebenfalls auberginefarbene Ornamente, nur das Bad mit separater Toilette ist nüchtern weiß gehalten.

 

Man kann beim Standardzimmer, das im Steigenberger natürlich „Superior Zimmer“ heißt, wählen, ob man lieber eine Badewanne oder eine Dusche im Badezimmer haben möchte. Wir haben uns für die Dusche entschieden und festgestellt, dass Design nicht unbedingt funktionell sein muss. Doch gegen einen nassen Fußboden gibt es zum Glück Badeschuhe aus Frottee, die eigentlich für den Wellness-Bereich des Herrenhofs gedacht sind. Dieser lässt sich direkt mit dem Aufzug im Untergeschoss erreichen und bietet den Gästen eine Sauna, ein Dampfbad und einen kleinen Fitnessbereich. Der Relax-Raum ist klein und etwas zugig, da er gleich an der Treppe beginnt, bietet aber dank seiner äußerst geschmackvollen Gestaltung auch für das Auge einen Ort der Erholung. Leider fehlt zum perfekten Genuss ein Schwimmbad. Aber die beste Innenstadtlage fordert hier eben ihren Tribut.

 

Das hoteleigene Restaurant Herrlich wird gerne auch von externen Gästen besucht und besitzt dafür einen separaten Eingang. Entsprechend niveauvoll und abwechslungsreich – schließlich befinden wir uns im ersten Wiener Bezirk – entpuppt sich die Speisekarte. Passend zur herbstlichen Stimmung genießt man für 54 Euro beispielsweise das viergängige Wildgeflügel-Menü, welches mit Wildente zu Rotkrautsalat, Steinpilzen und Vogelbeeren beginnt. Nach der Schaumsuppe von Petersilienwurzel und Rebhuhn folgt als Hauptgang Fasanenbrust im Speckmantel und Confit von der Keule mit Krautwickel, Kohlsprossen, Speck und Knödel als Beilage. Ausklang findet das Ganze mit Veilchen Crème brûlée mit Mangosorbet und Kokos-Sesamhippen. Die korrespondierende Weinbegleitung für 26 Euro kann nicht nur preislich empfohlen werden.

 

Weiter geht’s dann nebenan in der großzügig gestalteten Hotelbar. Sie ist ganz im Stil der Zeit im Retrolook eingerichtet. Gelbgrüne, indirekt beleuchtete Tapeten rahmen eine große Auswahl an Alkoholika ein und machen Lust auf einen Drink oder mehr – sei es als Start in den Abend, als Ausklang nach einem erfüllten Wien-Tag oder eben zur Abrundung eines gelungenen Abendessens. In den bequemen Ledersesseln darf man auch noch einem anderem Laster frönen: Dank liberaler Gesetzgebung ist in Österreich das Rauchen in geschlossenen Räumen noch erlaubt. Vielleicht ist das der Grund, warum Bar und Lobby, sobald die Außentüren geöffnet werden, etwas sehr luftig sind.

 

Uns hat jedenfalls die Hotelbar nur einmal zu einem Aperitif verführt. Das lag aber weder an der offenen Gestaltung noch an der Qualität des Barkeepers, sondern schlicht an den Verlockungen des nächtlichen Wiens. Wann hat man schon einmal die Möglichkeit, zu Fuß den ersten Bezirk zu erkunden?

 
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