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Das Spitz Hotel von außen.
Kunstvolle Lobby: die Loungecouch „Liquid“ von Andreas Thaler.
Unter großen Lampenschirmen kann man in der Bar einen Drink genießen.
„Die schöne Linzerin“ von Irene Andessner wacht über das Lentos-Stockwerk.
Die Zimmer sind mit stilvollen Design-Objekten eingerichtet.
Ein Bild von Ausstellungsbesuchern ziert die Suite.
Eine weitere Suite
Auch Seminare und Tagungen können im Spitz stattfinden.
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Mo. 19.12.2011, Isabella F.

Spitz Hotel, Linz

Wenn Kunst zum Wohnraum wird

Nach London, Berlin oder Paris fährt ja jeder. Warum nicht nach Linz? Aus Linz kommt die Linzer Torte, Linz war 2009 Kulturhauptstadt (eine Auszeichnung, die ehrlich gesagt völlig unbemerkt an mir vorbeiging), und außerdem gibt es in Linz das Spitz. Ein Hotel, das mehr sein will als ein Hotel: Als das „erste Kultur- und Style-Hotel, hinter dem ein weltweit einzigartiges Projekt steht“ bezeichnet sich das Haus ganz unbescheiden auf der Internet-Seite. „Klingt interessant“, sage ich zu meinem Freund. Also auf nach Linz!

 

Von außen sieht das Spitz Hotel recht unscheinbar aus. Doch schon beim Betreten empfängt uns in der Lobby die Kunst in Form eines roten, geschwungenen Objekts – die Loungecouch „Liquid“ des Künstlers Andreas Thaler. 2009, im entscheidenden Jahr der Adelung zur Kulturhauptstadt, verschrieb sich das Spitz Hotel nach 20 Jahren ganz der Kunst und ging Kooperationen mit den bedeutendsten Linzer Kulturstätten ein. Jedes Stockwerk ist einer Institution gewidmet, erklärt uns die Rezeptionistin beim Einchecken. Wir verzichten auf den Lift und gehen zu Fuß. In den einzelnen Etagen finden sich Elemente des ARS Electronica Centers, des Brucknerhauses, des Landestheaters, der Kunstuniversität Linz, des Lentos Kunstmuseums, des Landesmuseums und des Offenen Kulturhauses.

 

Unsere Suite liegt im Lentos-Stockwerk. „Die schöne Linzerin“, eine reichlich geschmückte Dame, von Irene Andessner prangt überdimensional im Flur. Ein weiteres Bild der Serie entdecken wir später im Lentos Kunstmuseum. Über unserem Bett eine Fotografie von Ausstellungsbesuchern. Dazu ausgewählte Objekte wie ein minimalistischer Tisch von Andreas Thaler und eine Designerlampe von Ernst Mitterndorfer. Sehr reduziert und stilvoll, aber ich hätte mehr Kunstwerke erwartet. Sicher wären die Hotelgäste – eine bunte Mischung aus Hipstern mit Nerd-Brillen, „normalen“ Ehepaaren und Alleinreisenden – mit weiteren Konfrontationen mit zeitgenössischen Werken nicht überfordert. Eine schöne Idee wäre es auch, den Frühstücksraum und das Foyer für temporäre Ausstellungen zu nutzen und jungen Künstlern damit ein Forum zu bieten. Aber vielleicht kommt das ja noch?


Weniger der Kunst, aber dafür ganz den körperlichen Freuden gewidmet ist der 7. Stock des Hotels mit einem Fitnessraum und einer kleinen, aber feinen Sauna. Wir geben 20 Minuten vorher kurz an der Rezeption Bescheid, die Sauna bitte einzuheizen, und haben dann den Wellness-Bereich ganz für uns allein. Perfekt. Mein Freund darf auf dem Laufband schwitzen, ich begebe mich gleich in die Sauna. Danach sind wir zwar zu kaputt für das Linzer Nachtleben, aber für was gibt es eine Mini-Bar und die große DVD-Sammlung des Hotels?


Schon mal in Linz, statten wir am nächsten Tag einigen der im Hotel vertretenen Kulturstätten einen Besuch ab. Alle sind von dem zentral gelegenen Hotel aus bequem zu Fuß zu erreichen. Das ARS Electronica Center liegt direkt auf der anderen Straßenseite, das Lentos Kunstmuseum am anderen Ufer der Donau. Mein Tipp: Bis zum 12. Februar 2012 zeigt hier Markus Schinwald, der den österreichischen Pavillon in Venedig bespielt hat, sein Werk. Neben dem Spitz Hotel ein weiterer Grund, Linz zu besuchen.

Mehr Infos:

Spitz Hotel
 
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