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Das historische Anwesen mit eigener Kirche
Der pittoresk angelegte Park mit Zitronenbäumen...
... und vielen Möglichkeiten zum Verweilen
Die Villa Papale
Der standesgemäße Schlüssel zur Suite
Die Duca di Genova Suite
Der majestätische Sessel des Herzog von Genua
Pompöse Lüster im Badezimmer
Eine der Junior Suiten in den ehemaligen Stallungen
Die Fox Suite
Die Papst Suite
Das Restaurant Oliviera...
... bei Kerzenschein
Pool-Impressionen
Der Whirlpool im Spa-Bereich
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Fr. 19.05.2017, Karin Z.

Relais la Suvera, Pievescola in der Toskana

Nachts im Museum

 

In der wunderschönen Toskana wimmelt es ja bekanntlich von Kulturdenkmälern und historischen Anwesen. Ein ganz besonders geschichtsträchtiges Kleinod habe ich jetzt in Pievescola nahe Siena besucht: Das Small Luxury Hotel Relais La Suvera, das standesgemäß, umgeben von Rebhängen, auf einem Hügel hoch über dem Tal des Chianti thront.

 

Im 11. Jahrhundert erbaut, einst mittelalterliche Festung, avancierte La Suvera im 17. Jahrhundert zum Feriensitz des Papstes Guilio II, der das Gebäude zu einem Renaissance-Schloss umbauen ließ. Heute ist das La Suvera im Besitz der gräflichen Familie Ricci, die aus dem Anwesen ein traumhaftes Luxushotel erschaffen hat.

 

Zum La Suvera gehören die Villa Papale, in der die fürstlichen Suiten und das Museum untergebracht sind. In Letzterem bietet die wertvolle Privat-Sammlung an antiken Kunstwerken und Möbelstücken der Familie Ricci einen spannenden Einblick in die Historie des Landsitzes. Dazu gesellen sich eine Kirche, ehemalige Stallungen, die heute luxuriös ausgestattete Zimmer beherbergen, eine Olivenmühle, eine mittelalterliche Zisterne mit luxuriösem Spa, ein pittoresk angelegter Swimmingpool und ein bezaubernder Park mit Teichen und Springbrunnen.

 

Herrschaftliche Suite

 

Zu meiner großen Freude bekommen wir eine Suite in der päpstlichen Villa – die Duca di Genova Suite, dem Herzog von Genua, einem ehemaligen Armee-Kommandanten, gewidmet ist. Und die hat es in sich: Ein kleiner Vorraum mit antiken Glasvitrinen, in denen historische Gewänder ausgestellt sind, lässt erahnen, was uns gleich erwartet. Vor uns erstreckt sich ein hochherrschaftlich großer Raum mit Säulen und Statuen, die einen zu begrüßen scheinen, ausstaffiert mit allen erdenklichen Antiquitäten.

 

Opulentes Interieur

 

Mein Blick wandert über ein großes Baldachin-Feldbett mit königlicher Krone und zwei aus ehemaligen Kriegstrommeln umfunktionierten Nachttischchen, gegenüber ein überdimensional großer barocker Spiegel. In tiefem Blau gehaltene Wände sind behangen mit alten Ölgemälden in opulenten Goldrahmen. Schwere Vorhänge verzieren die bodenlangen Fenster und aufwendig bestickte Seidenkissen sind drapiert auf antiken Sitz-Möbeln aus Samt und edlen Hölzern. Große Kristall-Lüster tauchen den Raum in ein glitzerndes Licht.

 

Mein Blick bleibt bei einem thronartigen holzverzierten Sessel hängen, der auf einem mit rotem Teppich ummantelten Podest steht. Dahinter hängt das fast lebensgroße, gerahmte Konterfei des Herzog von Genua. Der angrenzende Bekleidungsraum mit Renaissance-Kommode und rundem Spiegel kommt einem fast schlicht dagegen vor. Anders das in Marmor (was sonst) gehaltene Badezimmer mit goldenen Armaturen und einem Samt-Baldachin über der Badewanne mit Füßchen. Unglaublich! Ich fühle mich zurückversetzt in ein anderes Jahrhundert.

 

Dinner im Restaurant Oliviera

 

Vor unserem Dinner im Restaurant Oliviera, das sich in der ehemaligen Trotte (Öl-Mühle) befindet, lustwandeln wir noch durch den schönen Park, lassen unseren Blick über das weite Tal schweifen und atmen den Duft von Zitronen, Rosmarin und Lavendel ein. Atemberaubend schön!

 

Mit der Verzauberung der Sinne geht es beim Essen weiter: frische Steinpilze mit Parmesan-Eis, Gelbschwanzmakrele mit Selleriepüree und Artischockenchips und zum Abschluss ein Babu mit Zitronencreme, Zabaione und Pflaumensorbet – begleitet von Weinen aus dem eigenen Anbau.

 

Zurück im Zimmer startet mein Mann den ultra-modernen Flat-Screen-TV und sieht sich ein italienisches Fußballspiel an. Trotz musealer Gesamtatmosphäre fehlt es im La Suvera nämlich nicht an moderner Neuzeit-Technologie. Leicht entzaubert schlafe ich ein, um nur wenige Stunden später an einem undefinierbaren Geräusch wieder aufzuwachen. Verschlafen sehe ich mich um, ein Windstoß bewegt die schweren Vorhänge. Wie kann Wind in die dicken Gemäuer eindringen? Bewegt sich da nicht ein Schatten am Thron des Duca? Am nächsten Morgen sehe ich, dass mein Mann die Kleidung vom Vorabend quer über den Duca-Sessel verteilt hat – vielleicht hat das dem Herzog nicht so gefallen...

 

Frühstück unter freiem Himmel

 

Die Sonne scheint und nach einem köstlichen Frühstück mit toskanischem Schinken und Käse wollen wir dieses Traumanwesen samt Dolce Vita noch nicht für einen Ausflug verlassen. Wir verbringen unseren Tag auf dick gepolsterten Liegen am Swimmingpool. Und wann immer wir etwas möchten, taucht jemand wie aus dem Nichts auf, um seine Dienste anzubieten.

 

Nur einmal wird dieses Märchen-Idyll gestört – von dem aufbrausenden Ferrari-Motor eines ankommenden Gastes.  Aber "La bella macchina" gehört eben genauso zu Italien wie Kultur – und Fußball.

Mehr Infos:

Relais la Suvera
 
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