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Fr. 07.06.2019, Matthias Ko.

Lefay Resort & SPA, Gargnano am Gardasee

Ein Aussichts-Balkon am „Zauberberg“

 

„Man ändert hier oben seine Begriffe“ – mit diesen Worten wird in Thomas Manns Roman „Der Zauberberg“ der Held Hans Castorp auf seinen Aufenthalt im Sanatorium in den Schweizer Alpen eingestimmt: Eine magische Atmosphäre aus Zeitlosigkeit, neuen Inspirationen sowie Pflichtvergessenheit schlägt den jungen Mann derart in Bann, dass er schließlich anstelle der geplanten drei Wochen ganze sieben Jahre in dem Berg-Refugium verweilt.

Dieser Effekt funktioniert im Lefay Resort am Gardasee verblüffend ähnlich: Sobald man in Gargnano am Westufer auf die Serpentinen-Straße abzweigt, um die 400 Höhenmeter bis zum Ziel zu erklimmen, stellt sich ein Gefühl von Freiheit und Leichtigkeit ein, das den ganzen Aufenthalt überdauert. Nahezu überall im terrassenförmig angelegten Resortgelände dominieren zwischen Weinstöcken, Wiesen und Wald die Ausblicke: auf das Massiv des Monte Baldo (2200 m) im Osten, darunter die See-Dörfer Castelletto oder Brenzone wie Miniaturen im Modellbahn-Format, im Süden schimmert die Halbinsel Sirmione im Wasser und im Westen erheben sich hinter dem Garten grüne Hänge und Hügel mit Zypressen sowie stattlichen Herrenhäusern.

 

Wenn Wasser, Himmel und Horizont verschmelzen

 

Das Wasser des nach Süden ausgerichteten Infinity-Pools (25 Meter lang) verschmilzt mit dem See, dem Himmel, den spiegelnden Wolken. Er ist das ikonografische Sinnbild im Lefay und die sprichwörtliche Einladung, in alles hier einzutauchen, sich tragen zu lassen – und zu regenerieren.

Dabei unterscheidet sich das 2008 eröffnete Fünf-Sterne-Haus doch wesentlich von anderen Hotels, die ebenso Pools mit Sauna am Berghang bieten: Es ist genau genommen weniger als „Hotel mit Spa“, sondern als ein „Spa mit angeschlossenem Hotel“ konzipiert (93 Suiten, wenige sind Gästen mit Kindern bzw. Hunden vorbehalten). Denn alle Wege von den Zimmern oder zu den Restaurants führen über das Spa als Zentrum mit seinen 3800 Quadratmetern Fläche oder an ihm vorbei. Grandiose Ausblicke von Behandlungszimmern, Ruheräumen, Terrassen, den drei Pools sowie Balkonen mit hohen Glasfronten oder im Freien inklusive. Auch das wird klar: Das mit Hotel-Preisen geradezu überhäufte Resort (z.B. Gewinner des European Health & Spa Award 2018 in gleich zwei Kategorien) ist weniger eines zum „Drauf-blicken“, sondern zum „Hinaus-blicken“. Die architektonischen Schwächen (längere dunkle Gänge, schmucklose Steinfassaden, Saunabereich ohne Aussicht) gleichen viele majestätische Panoramen mit Suchtpotenzial in den Zimmern, den Restaurants oder im Spa aus. (Den Salzwasser-Floating-Pool mit 37 Grad genießt man ohnehin am besten schwebend bei geschlossenen Augen.)

Tipp: Wer besonders wenige Geräusche aus der Nachbarschaft und vom Verkehr mitbekommen möchte, wählt am besten die Zimmer im Ostflügel (Nummern 401 bis 629).

 

Ein Spa mit medizinischem Anspruch

 

Schnell fühlbar wird das medizinische Fundament: Im Resort ist stets ein klassisch ausgebildeter Arzt greifbar, mit zusätzlichen Qualifikationen in den Disziplinen der Chinesischen Medizin sowie der Fünf-Elemente-Lehre. Entsprechend steht im Mittelpunkt aller therapeutisch-medizinischer Maßnahmen hier die „Wiederherstellung des physisch-energetischen Gleichgewichts“. Eingangsuntersuchung, energetische Behandlungen (von (Tuina-)Massagen, Fuß-Reflexzonen-Massagen, Stimulation von Meridianen/Energiepunkten, Moxibustion (Erwärmung von Bereichen oberhalb der Akupunkturpunkte) bis Akupunktur), Unterwasser-Massagen, Phythotherapie (vor allem mit Tee-Mischungen), Ernährungsprogramm sowie das ärztliche Abschlussgespräch bilden den anspruchsvolleren Rahmen. Die eigens vom Ärzteteam entwickelten Gesundheits-Programme umfassen Detox, Gewichtsmanagement, Anti-Stress, Schlaf sowie Sport-Training und beinhalten meist auch psychologische Aspekte (ab drei, fünf oder ab zehn 10 Tagen Dauer buchbar). Dabei bleibt die Medizin stets sanft, was in Klartext heißt, dass hier nicht gespritzt oder abgesaugt wird. Osteopathie, Cranio-Sacral-Therapie, sowie Check-ups für Darm, Herzfrequenz oder Lebensmittelunverträglichkeiten sind ebenfalls im Angebot.

 

Cucina Italiana – einfach köstlich

 

Die italienische Lebensfreude soll trotz aller Medizin auf gar keinen Fall zu kurz kommen und deshalb werden die Kunden auch konsequenterweise nicht als Patienten, sondern als Gäste gesehen. Auf der Speisekarte steht zwar auch ein täglich wechselndes kalorienreduziertes Spa-Menü, doch Chefkoch Matteo aus Apulien zaubert ebenso viergängige Schlemmer-Menüs von selbstgemachter Trüffel-Tagliatelle an Steinpilzen, Büffelmozzarella mit gelben Kirschtomaten, gebratenem Saiblings-Filet mit Fenchel und Spargel sowie als süßen Abschluss köstliches Schoko-Gelato mit Limonen-Sorbet. Dazu darf eine große Auswahl hervorragender Weine (vor allem Amarone, Brunello, Barbera) als auch der charakteristische Frizzante aus der Region „Franciacorta“ nicht fehlen, der durchaus Vergleichen mit Champagner standhält.

 

Fünf Kraftorte für Körper und Seele reihen sich auf einem „energetisch-therapeutsischen“ Rundweg durch das elf Hektar große Gelände aneinander: „Der grüne Drache“ etwa, ein schattiger Platz Richtung Sonnenaufgang unter einem Baumblätterdach, der zum Meridian-Stretching einlädt. Oder „die schwarze Schildkröte“, eine romantische Felshöhle, über die sich eine plätschernde Quelle ergießt, die sich hervorragend als Platz für QiGong eignet.

 

Das Unternehmerpaar Alcide und Liliana Leali schuf nach dem Verkauf ihrer Fluglinie Air Dolomiti an Lufthansa mit dem Lefay Resort oberhalb des Gardasees praktisch auf der grünen Wiese einen außergewöhnlichen ökologisch-orientierten Rückzugsort für Anspruchsvolle (Zertifizierungen wie ISO 14001, Green Globe Gold, Ecozert). Er soll im Spätsommer einen neuen Ableger in den Dolomiten bei Madonna Di Campiglio erhalten. Ob der „Zauberberg-Effekt“ auch dort wieder funktioniert?

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