Anmeldung zu unserem luxusletter
Skiurlaub, Flitterwochen oder Städte-Trip: Sparen Sie sich die lange Hotelsuche   – unser luxusletter schickt Ihnen regelmäßig ausgewählte Hotelempfehlungen. Alle Häuser sind von den unabhängigen luxuszeit.com Hotelkritikern getestet und ehrlich bewertet.  
 
Melden Sie sich jetzt für den luxusletter an– kostenlos und völlig unverbindlich. Gute Reise!
 
Ihr luxuszeit Team
Anmelden
*Pflichtfelder
schließen x
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Ihre Kommentare überprüft werden.
Im Sinne der User möchten wir nur Kommentare veröffentlichen, die für die Bewertung der jeweiligen Hotels hilfreich und informativ sind.
 
 
Das Markenzeichen des Zischghofs: frische Kräuter in allen Formen. Wie hier als Tee.
Große Panoramafenster und ein grandioser Blick auf die Dolomiten...
...zeichnen die Zimmer und Suiten aus.
Die Bäder sind hell und großzügig.
Leimkraut galt früher als anregend für den Stoffwechsel.
Gemütlichkeit dominiert in der Stube...
... in der Lounge ...
... im Speisesaal mit faszinierendem Ausblick ...
... in der Bar ...
... und in der Panoramastube.
Auch in der Küche bleiben die Pichlers dem Motto treu. Hier ein Kräutersorbet.
Und im Sauna-Ruheraum genießen die Gäste die Aussicht genauso...
... wie in der Panoramasauna.
Erbsen-Panna cotta ist eine der Spezialitäten des Hauses.
Auch das Schwimmbad punktet mit Ausblicken...
... und einer angenehmen Wassertemperatur.
Die Spa-Suite bietet alles in einem.
Klatschmohn läutet im Mai den Frühsommer ein.
Und dann erstrahlt auch die Holunderblüten-Terrasse in neuem Licht...
... genauso wie die Liegewiese beim Schwimmbad....
... und die Landschaft rund ums Hotel.
Und dann blühen auch die Kräuter...
... die abends ihren Weg auf den Teller finden.
Frisch gepflückt vom eigenen Kräutergarten.
schließen x
 
 
 
 
 
Fr. 18.03.2016, Yvonne H.

Kräuterhotel Zischghof, Obereggen

Wo Kräuter ihre ganze Wirkung entfalten

 

Die meisten Gäste haben sich schon auf ihre Zimmer zurückgezogen, als wir eine Stunde vor Mitternacht erschöpft und hungrig in Obereggen ankommen. Kurz unsere Sachen aufs Zimmer geworfen, sitzen wir schon wenig später mit unserem Mitternachtssnack und einer köstlichen Flasche Rotwein in der Bar. Und sitzen auch noch dort, als der Kellner irgendwann Feierabend macht. Wir fühlen uns sofort heimisch im Zischghof...

 

Erst am nächsten Morgen, als uns die strahlende Sonne weckt und es uns vor Tatendrang kaum noch im Bett hält, nehmen wir den ganzen Charme unserer Suite wahr: Helles, duftendes Holz, gemütliche Sitzecke, großes offenes Bad, Panoramafenster. Und direkt vor uns, für diese Aussicht müssen wir nicht mal aufstehen, eröffnet sich die atemberaubende Bergwelt der Dolomiten. Es ist so warm an diesem Februar-Morgen und der Anblick so überwältigend, dass wir kurzerhand die Balkontür aufreißen, uns in die gemütlichen Stühle lümmeln und für ein paar Minuten einfach nur die Sicht auf die schneebedeckten Berggipfel genießen.

 

Rechter Hand, etwas tiefer gelegen als das Kräuterhotel Zischghof, in dem wir das Wochenende verbringen, blicken wir auf einfache Häuser, von denen einige auch Landwirtschaftsbetriebe sein könnten. Der Gedanke liegt nicht fern: Der Zischghof selbst hat seinen Ursprung als Bergbauernhof. Seit über 200 Jahren ist er im Besitz der Familie Pichler und wird von ihr bis heute bewirtschaftet. Einst auf Viehzucht und Waldwirtschaft konzentriert, eröffneten Alois und Elisabeth Pichler 1972 hier eine Frühstückspension, die mit steigender Gästezahl zum Hotel wurde – und 2011 schließlich in ein modernes 4-Sterne-Wellness- und Kräuterhotel umgebaut wurde. Das erste Kräuterhotel in Südtirol.

 

Wenn sich nämlich jemand mit Kräutern und Heilpflanzen auskennt, dann die Gastgeber. Über Jahre hinweg haben sich Elisabeth und Tochter Margit Pichler ein umfangreiches Wissen angeeignet, über Ernte und Verarbeitung, Verwendungsmöglichkeiten und Wirkung. Jeden Sommer ernten sie auf den umliegenden Wiesen und in den Wäldern der Dolomiten Wildkräuter sowie verschiedenste Gartenkräuter auf einer der Sonnenterrassen des Hofes. Die Begeisterung für die Schätze der Natur hat Spuren im Haus hinterlassen.

 

Helles und dunkles Holz, feiner Loden in Naturfarben, duftende Heulampen, klares Wasser aus hauseigener Quelle... Im Foyer, das interessanterweise nicht direkt beim Eingangsbereich liegt sondern ein Stockwerk tiefer, steht ein großer Kräuterkandelaber, Fotos und Bilder von Rosmarin, Minze, Wacholder und Co. zieren die Wände, die Suiten tragen ihre Namen. In den Zimmern steht eine duftende Kräuterpflegelinie bereit, kleine Kräuterkissen sorgen für erholsamen Schlaf. Im Wellnessbereich zeigt der Duft nach Kräutern in der finnischen und Biosauna schon bald seine wohltuende Wirkung, aromatische Öle und Essenzen fördern bei Treatments im Spa zusätzlich die Entspannung.

 

Im Zischghof werden alle Sinne angesprochen. Die alpine Wohnkultur ist stilvoll, aber bewusst schlicht gehalten – mit ein bisschen dekorativem Schnickschnack, der nicht immer ganz meinen persönlichen Geschmack trifft, aber das gemütliche, familiäre Flair des Hauses unterstreicht, in dem Service und persönliche Betreuung groß geschrieben werden. Und in dem nichts vom atemberaubenden Ausblick auf die Bergwelt der Dolomiten und von der Wirkung der Kräuter ablenken soll.

 

Das reicht bis in den weitläufigen Essbereich mit den großen Panoramafenstern, wo Gastgeberin Elisabeth Pichler, die auch Küchenchefin ist, ihre Gäste mit kreativen Interpretationen von typischen Südtiroler und leichten mediterranen Speisen verwöhnt, stets verfeinert mit frischen Kräutern vom Berg oder aus dem eigenen Garten. Lecker. Lediglich beim Frühstücksbuffet vermissen wir etwas die Kräuter, etwa in Form von Aufstrichen oder Säften. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass das Angebot schon etwas geplündert ist, als wir eine halbe Stunde vor Schluss zum ansonsten reichhaltigen Frühstück erscheinen. Und schließlich gestärkt in den Tag starten.

 

Noch unterwegs freuen wir uns auf das köstliche Menü am Abend – und den fantastischen Rotwein, den wir wieder in der Bar am flackernden Kaminfeuer genießen werden. Diesmal allerdings muss der Kellner unseretwegen nicht so spät Feierabend machen. Nach einem erlebnisreichen Tag in den Bergen halten wir nicht ganz so lang durch. 

Mehr Infos:

Zum Hotel
 
Kommentar hinzufügen
Name:
E-Mail:
Ihr Kommentar: