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Die herrschaftliche Fassade des Hotel Zoo
Kurfürstendamm, Hausnummer 25: das Hotel Zoo
Über einen jadegrünen Teppich von Diane von Fürstenberg betritt der Gast das Hotel.
Das Herzstück des Hotels: der Living Room
Blick ins Zimmer
Designerin Dayna Lee hat die Zimmer eingerichtet.
Blick ins Bad
Das wunderschöne Hotelrestaurant Grace
Die Hotelbar ist Hot Spot des Berliner Szenepublikums.
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Fr. 20.03.2015, Isabella F.

Hotel Zoo, Berlin

Auf den Spuren von Grace Kelly

 

Endlich wieder in Berlin! Viel zu lange war ich nicht mehr in der Stadt. Und dann wohne ich noch in dem Hotel Zoo, in dem einst Romy Schneider, Grace Kelly und Gina Lollobrigida abstiegen. Das ist kaum zu toppen.

 

Wie sehr mir Berlin gefehlt hat, merke ich, als ich vom Flughafen im Taxi durch die Stadt fahre. Das Renaissance-Theater, der Savignyplatz, das Theater des Westens, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche rauschen an mir vorbei. So viel Geschichte, so viel Kultur, so bunt, so vielseitig!

 

Mit einer abrupten Vollbremsung hält unser Taxifahrer am Ku’damm. Hier, Hausnummer 25, neben einem Apple-Store und einer Boss-Boutique, verbirgt sich hinter relativ unscheinbarer Tür eines der geschichtsträchtigsten Hotels von ganz Berlin: das Hotel Zoo, Mitglied der Design Hotels™. In den Golden Twenties traf sich hier die Berliner Bohème und tanzte bis in die Morgenstunden Charleston. Zwischen 1950 und 1970 wohnten im Hotel Zoo, mittlerweile VIP-Hotel der Berlinale, die großen Stars: Hildegard Knef, Zarah Leander, Elizabeth Taylor, Sophia Loren. Fotos von ihnen auf dem roten Teppich des Hotels gingen um die ganze Welt. Dann wurde es ruhig, der Kurfürstendamm und das Hotel Zoo verloren an Glanz – bis das Hotel im November 2014  nach zweijähriger, aufwändiger Umbauphase ein neues Kapitel seiner bewegten Geschichte aufschlug.

 

Über einen jadegrünen Teppich von Diane von Fürstenberg mit schleichenden Leoparden darauf, betrete ich das Hotel. Das hat schon bisschen was von Catwalk! Ich bestaune das Herzstück des Hotels, die Lobby, auch „Living Room“ genannt. Der Raum erstreckt sich über zwei Etagen, bodentiefe Industriefenster durchfluten den Raum mit Licht, in der Mitte an der Stuckdecke eine riesige Lampenskulptur, an der Wand eine sechs Meter hohe Wohnungstür, flankiert von zwei ebenso großen Spiegeln. Vor dem Kamin stehen Baxter-Ledersessel und gemütliche rote Samtsofas von George Smith.

 

Mit viel Liebe zum Detail hat die US-amerikanische Designerin Dayna Lee mit ihrem Designstudio Powerstrip Studios mit Sitz in Hollywood und New York den Glanz vergangener Zeiten in das 21. Jahrhundert übertragen. Die Decken wurden eingerissen, heute sind die Zimmer und Suiten wieder fast vier Meter hoch. In einigen Zimmern wurden die Eisenträger und Backsteinwände freigelegt, was den Räumen einen modernen Loft-Charakter verleiht. Ich öffne die doppelten Flügelfenster meines Zimmers und blicke auf den Ku'damm. Ich liebe Hotels, die mittendrin, direkt in der Stadt liegen. Hier, von meinem filmreifen Sitz, kann ich das rege Treiben am Ku'damm beobachten und am Morgen sehen, wie die Stadt langsam erwacht. Und trotz der zentralen Lage ist es dank Schallschutz in meinem Zimmer ganz ruhig. Auch die Einrichtung gefällt mir sehr. Mein Zimmer ist in Eierschal-, Taupe- und Fliederfarben gestaltet, das wirkt harmonisch, edel und zugleich sehr wohnlich. Sehr hübsch sind die großen cremefarbenen Hängelampen, die mein herrliches Bett mit dem perlmuttfarbenen, weichen Kopfteil flankieren.

 

Besondere Erwähnung verdienen auch die kuscheligen Handtücher und der Bademantel von Maison Martin Margiela (vor allem letzteren will ich unbedingt haben!) Schade ist nur, dass mein „Superior Room“ wirklich sehr klein ist. Das Bad ist so winzig, dass Duschgel und Shampoo dort keinen Platz finden und auf dem Nachtkästchen neben dem Bett stehen. Wie ich bei der Abreise an der Rezeption erfahre, sind die Zimmer im dritten Stock – gleiche Kategorie und gleicher Preis – um einiges größer. Also, falls möglich, nicht im vierten Stock buchen!

 

Und, so schön das Bad mit der Regendusche auch gestaltet ist: Das Licht ist leider sehr, sehr schwach. Schmeichelt zwar dem Teint, ist aber zum Schminken eher ungeeignet. Irgendwie bekomme ich letzteres dann doch hin und bin dank jahrelangem Frühaufstehtraining meiner kleinen Tochter sehr zeitig beim Frühstück im Hotelrestaurant „Grace“. Und genieße es! Der Raum ist wunderschön gestaltet, auch hier hohe Decken, von denen überdimensionale, vogelkäfigartige Kronleuchter hängen. Samtbezogene Clubsessel, perlmuttfarbene Holzvertäfelungen und ein offener Kamin zaubern eine besondere Townhouse-Atmosphäre, eine Mischung aus New York und London. Über eine Stunde sitze ich hier, trinke Cappuccino, esse Croissants, blättere in den ausliegenden Tageszeitungen und beobachte das internationale, größtenteils englisch sprechende Publikum.

 

Danach bleibt mir vor meinem Business-Termin noch etwas Zeit, die Gegend zu erkunden. Am Ku’damm reiht sich eine Boutique an die andere und zum erst kürzlich eröffneten Design Concept Mall Bikini Berlin sind es vom Hotel Zoo nur wenige Fußminuten. Hier finden sich viele spannende, innovative Mode- und Designmarken, im ersten Stock zeigen Absolventen der Berliner Modeschule ihre Kollektionen. Schon früh am Vormittag hämmern hier coole Beats und die Berliner Hipster schlendern mit Kaffeebechern in der Hand durch die Stores. Ach, so schade, dass mein Rückflug schon am Abend ist. Ich wäre gerne noch viel länger in Berlin geblieben. Aber ich komme bald wieder, diesmal sollen nicht wieder Jahre vergehen.

 
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Jens Hoffmann: sehr verlockend, kommt auf die Travel-List! Jens House & Hotel Magazine