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Hoch über Kitzbühel thront das Hotel Schloss Lebenberg.
Blick in die Lobby
Die Kaminecke
Die Zimmer punkten mit viel Komfort.
Im Hotel-Restaurant Residenz werden die Gäste verwöhnt.
Der Pool bei Tag
Nachts erstrahlt der Pool in bunten Lichtern.
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Fr. 02.05.2014, Udo S.

Hotel Schloss Lebenberg, Kitzbühel

Über den Dächern von Kitzbühel

 

Früher residierte hier der Adel. Heute lasse ich mich – ohne Von-und-zu und ohne Blaublut – hoch über den Dächern Kitzbühels im Hotel Schloss Lebenberg verwöhnen. Und zwar fürstlich!

 

Schon allein die Lage des Hotels ist eine Reise wert. Erhaben und beeindruckend über Kitzbühel thront das Juwel aus dem Jahr 1534. Damals wurde es als Sitz eines Landadeligen erbaut, bevor es 1885 eine der ersten Fremdenpensionen Kitzbühels wurde. Im Schlosstrakt befinden sich heute elf Luxusappartements, der Gobelinsaal und zu einem großen Teil das Restaurant. Die alten Renaissancetüren mit den gravierten Türbeschlägen und Kassettenholzdecken sowie die dicken Mauern zeugen von der Handwerkskunst des Mittelalters.

 

Trotz meiner Schwäche für historische Gebäude, habe ich mich im modernen Trakt des Lebenberg Hotels einquartieren lassen. 150 Zimmer, davon 21 Suiten, sind hier untergebracht. Und ich bereue es keine Sekunde, die günstigere Variante gewählt zu haben. Mein Classic-Doppelzimmer bietet mit rund 28 Quadratmetern ausreichend Platz, um meine Reiseutensilien großzügig im Raum zu verteilen. Flatscreen, Minibar, Zimmersafe und Bademantel sind in einem 5-Sterne-Haus natürlich Standard. Vor allem Letzteren werde ich die nächsten Tage noch häufig nutzen. Schließlich ist der Aufzug zum Wellness-Tempel nur ein paar Meter von meinem Zimmer entfernt.  

 

Doch zuvor möchte ich mein neues Luxus-Zuhause noch etwas genauer inspizieren: In der Mitte thront ein bequemes Boxspringbett. Je nach Schlafgewohnheit können Kuschelkissen, Nackenstützkissen, Zirbenkissen oder Nackenrolle gewählt werden. Durch ein kleines Fenster blicke ich direkt in das Badezimmer mit Wanne und Dusche. Ich wundere mich immer wieder, wie häufig dieses voyeuristische Einrichtungstool inzwischen in der Hotelarchitektur verwendet wird. Aber das ist ein anderes Thema.

 

Normalerweise mag ich keine Zimmer im Erdgeschoss. Im Hotel Lebenberg ist das anders. Hier kann man eher von Hochparterre sprechen und bedingt durch die Hanglage des Gebäudes kann kein Passant ins Gemach blicken. Zudem verfügen die Zimmer über einen wesentlich größeren Balkon, als die im ersten Stock. Der Ausblick auf Kitzbühel, das Kitzbühler Horn und das Tal hinunter Richtung Aurach ist allerdings von beiden Ebenen wunderschön.

 

Einfach sensationell ist der Blick vom Schwimmbad und den Liegen im Dachgeschoss des modernen Hoteltrakts, in dem auch der Wellnessbereich untergebracht ist. Das Becken ist zwar etwas schmal, aber mit 46 Metern Länge zum Schwimmen absolut geeignet. Am Abend wird das Becken in verschiedene, wechselnde Farben getaucht, so dass mit der Aussicht auf das nächtliche Kitzbühel eine zauberhaft romantische Atmosphäre entsteht. Nach dem Schwimmen geht’s in eine der vier Saunen oder ins Dampfbad. Meine Lieblingssauna ist schnell gefunden: die 95 Grad heiße Kelo-Sauna auf der Dachterrasse. Nach dem Saunagang stehe ich in meinem Bademantel an der frischen Luft mit Blick auf Kitzbühel und die umliegende Bergwelt und fühle mich einfach großartig. Luxus kann so einfach sein.

 

Frische Luft macht bekanntlich hungrig. Das gilt besonders in Verbindung mit mehreren Saunagängen. Zum Glück verfügt das Lebenberg Hotel über ein erstklassiges Restaurant, die „Residenz“. Zum Abendessen zwischen 18.45 und 21 Uhr gibt es ein 4-Gang-Wahlmenü, das entweder in der Halbpension enthalten ist oder separat dazu gebucht werden kann. Das Essen ist eine Mischung aus Tiroler Schmankerln und Köstlichkeiten aus aller Welt. Mich erwartet am ersten Abend als Vorspeise ein Gemüsesülzchen mit Vogerlsalat und lauwarmem Kartoffeldressing. Der Nachbartisch hat sich für den Tartare von der geräucherten Forelle mit Kaviar-Creme-Fraiche und Limettenmousse entschieden, was mich etwas neidisch macht.

 

Beim zweiten Gang nehme ich anstelle der Champignon-Rahmsuppe mit Pumpernickelkrusteln ein Lammconsommé und bin mit meiner Wahl sehr zufrieden. Beim Hauptgang muss ich mich zwischen dem Duett vom Schwein an Jochberger Krautnudeln und Kürbisgemüse, dem Seeteufel im Kräutermantel an schwarzem Risotto Kurkumasauce und dem gegrillten Tofu auf Wokgemüse mit Basmatiseis und Thaicurry entscheiden. Auch hier liege ich mit der Wahl des Fischgerichts goldrichtig und genieße danach ein Törtchen von der Williamsbirne. Auf das reichliche Käsebuffet muss ich leider verzichten. Meine Hoffnung, den einen oder anderen Gourmetkäse wieder beim Frühstücksbuffet zu entdecken, wird allerdings enttäuscht. Ich lasse den Abend gemütlich an der Hotelbar, die über einen sehr gut sortierten Weinkeller verfügt, ausklingen. Die entspannte Atmosphäre am offenen Kamin hat mich müde gemacht. Ich entschließe mich, Kitzbühel at Night von meinem schönen Balkon aus zu betrachten.  

 
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