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Fr. 31.01.2020, Svenja L.

Hotel Pfösl, Deutschnofen

Moderne trifft auf Tradition – in Perfektion

 

Man könnte denken, dass man als Gastgeber in dieser Lage gar nichts verkehrt machen kann. Aber wer bei der großen Herausforderung, ein traditionelles Hotel in die Neuzeit zu übertragen, noch alles richtig macht, dem kann man nur gratulieren und sich rundum wohlfühlen.

 

Auf einem Hochplateau gelegen, eröffnet das Hotel Pfösl rund um die Uhr einen einzigartigen Blick auf die Bergkette des Latemar und den Rosengarten. Ob morgens, wenn die Sonne hinter ihnen aufgeht, oder nachmittags, wenn sie in warmes Licht getaucht werden: umwerfendes 360-Grad-Panorama. Wenn dann noch hinter den Bergen langsam der Vollmond aufgeht, während man gerade draußen im Whirlpool mitten im Schnee sitzt, wirkt dieses Naturschauspiel fast unheimlich, so perfekt inszeniert scheint die Kulisse.

 

Wohfühl-Modus garantiert 

 

Schon beim Ankommen nach dreieinhalb Stunden Fahrt von München, stellt sich an der Rezeption augenblicklich der ersehnte Wohlfühl-Modus ein. Der Willkommens-Prosecco wird in edlen Gläsern in der angegliederten, offenen und modernen Lounge serviert. Die große Glasfront leitet den Blick auf die alte Scheune. Die Mitarbeiter sind immer präsent, aufmerksam und so selbstverständlich einladend, dass wir uns fast freundschaftlich willkommen fühlen. Und durch die Rotation im Service bei Tisch lernen wir gefühlt auch an einem Wochenende fast das gesamte Team kennen.

 

Das reduzierte, geschmackvolle Design gefällt Puristen, verströmt aber gleichzeitig gemütliche Wärme und Weitsicht. Schwarze Decken und Einrichtungselemente treffen auf Naturholz und bodentiefe Fenster. Überall lassen sich neue Nischen und Ecken entdecken, in die man sich verziehen kann und dennoch Anschluss hat.

 

Neue Ummantelung, gleiche Tradition 

 

Das Pfösl ist Mitglied der Vitalalpina Hotels in Südtirol und stand vor der gleichen Herausforderung wie viele Hotels im Alpenraum: Wie überführt man den etwas abgestandenen Charme des traditionellen Hauses gekonnt in die Neuzeit? Durch eine neue Ummantelung, eine Art zusätzlichen Kokon, ist eine perfekte Verwandlung gelungen. Die äußere Schicht wurde so geschickt gesetzt, dass alles modern und wie aus einem Guss wirkt. Dabei wird die Tradition trotzdem nicht verleugnet. Das zeigen die Foto-Galerie im unteren Flur, sowie die kleine charmante Stube im Zentrum der Speiseräume, die mit Bildern der Familie und des Hauses aus den letzten Jahrzehnten dekoriert sind. 

 

Die Natur steht im Mittelpunkt

 

Die heutigen Gastgeberinnen, die Schwestern Brigitte und Eva Zelger, übernahmen das 1950 errichtete Haus von ihren Eltern und verwandelten es Stück für Stück in ein zeitgemäßes Vier-Sterne-Superior-Hotel. Ziel war die Entwicklung eines nachhaltigen Konzepts, bei dem die Natur im Mittelpunkt steht. Der Umbau selbst beanspruchte zwei Jahre Vorlauf für das Konzept. Die Philosophie wurde jedoch in kürzester Zeit umgesetzt. Im Januar 2017 gab es eine Ausschreibung, im März startete der Gewinner des Wettbewerbs, das Architekturbüro Bergmeisterwolf aus Brixen, den Umbau, der bereits im Juni abgeschlossen war. Seitdem holen 18 neue Natursuiten auf 40 Quadratmetern die Natur nach innen. Es ging darum, im Bestand weiterzubauen und zugleich Neues zu schaffen. 

 

So etwa den Platz der Ruhe beim ins Ensemble integrierten, denkmalgeschützten Stadl. Hier kann man zur nachmittäglichen Jause in der späten Sonne auf den Bänken draußen sitzen und den Ziegen zuschauen, die auf dem modernen Trakt leben, der sich, genau wie die drei Chalets, perfekt in die Umgebung einfügt. Auf der anderen Seite des Hauses fungiert die frühere Fassade geschickt als Raumtrenner im Restaurant. Die äußere Schicht ist auch hier bodentief verglast, sodass man sich schon beim Frühstück am Panorama kaum satt sehen kann. Dafür hat man am Buffet aber die größte Auswahl, exemplarisch etwa die acht verschiedenen Sorten Butter. Kein Wunder bei einem Haus, das noch im eigenen, 300 Jahre alten Steinofen backt und immer wieder neue Kreationen testet. 

 

Aktivurlauber kommen voll auf ihre Kosten 

 

Frisch gestärkt hat man die Wahl des wöchentlichen Aktivprogramms, bei dem sanfte Mobilität im Vordergrund steht. Von geführten Wanderungen und Wassergymnastk über Yoga-Stunden bis hin zum Skifahren. Mit dem hauseigenen Shuttle, das alle halbe Stunde zum angegebenen Wunschzeitpunkt fährt, geht es ins nur 15 Minuten entfernte Gebiet Obereggen. Ein echter Geheimtipp in Südtirol: weitläufig, variantenreich mit tollen Hütten und einzigartigem Panorama. Aber da man das ja auch im Hotel hat, fahren wir schon am frühen Nachmittag zurück. 

 

Ein Spa, indem keine Wünsche offen bleiben 

 

Schon von der Straße aus lockt das Design-Highlight, der 36 Grad warme und 25 Meter lange Infinity-Pool, der unter der neuen, dunklen Holzfassade in die Bergwelt ragt. Wärme, Ruhe und Panorama erleben wir aber auch im „Ritual“, dem separaten Sauna-Holzhaus, das sich, etwas tiefer vor dem Spa gelegen, mit großen Fensterflächen und Blick auf die Berge präsentiert – ob beim Event-Aufguss oder in totaler Ruhe zu zweit.

 

Das großzügige Naturspa steht im Zeichen von Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. Es ist eher dunkel gehalten, mit schwarzen Böden und Wänden. Hier wird man hinter jeder Ecke von einer neuen, liebevollen Idee überrascht. Ob Wasserbetten hinter dem Vorhang oder ein kleiner Ruheraum, der einem Heuschober nachempfunden ist und angenehm duftend und abgedunkelt für zwei bis drei Personen auf einer wärmenden Steinbank Platz bietet – an jedes Detail wurde gedacht. Offen dagegen präsentiert sich die Heu-Liegewiese mit Kuscheldecken und Kissen gegenüber einer Fotowand mit Panorama-Bergsee-Massiv und Holzbänken. Dazwischen die kleine Spa-Bar, an der es Kristallwasser und Ayurveda-Tee gibt.

 

Die Zeit reicht kaum, um das ganze Angebot auszuprobieren: Kneipp-Becken, acht Saunen wie Kamillen oder Lavendel, Thymian-Dampfbad und das große, schöne Sole-Melisse-Dampfbad mit gigantischem Duft, aus dem man gar nicht mehr raus möchte. Aber auch der Ruheraum ist durch Verwinkelungen und seine ganz unterschiedlichen Liegen und Sitzecken mit Blick auf den Pool und die Berge abwechslungsreich und einladend gestaltet.

 

Alpine Küche, italienische Leichtigkeit und schöne Weine 

 

Am Abend haben wir die Auswahl zwischen drei verschiedenen Menüs, vegetarisch, alpin und vital, wobei man auch einzelne Gänge je nach Gelüsten fröhlich durchtauschen kann. Die Bodenständigkeit der alpinen Küche begegnet hier italienischer Leichtigkeit. Immer raffiniert, aber ohne gekünstelt zu sein. Frisch, leicht und kreativ. Es soll Menschen geben, die extra zum Basen-Fasten ins Pfösl kommen. Aus unserer Sicht würde man damit einen ganz großen Genuss verpassen. Auch die Weinempfehlungen begleiten die Speisen hervorragend, so dass wir eigentlich schon genug Bettschwere haben, um in unserem Zimmer in die Naturkräuterkissen (es gibt fünf verschiedene zur Auswahl) zu fallen.

 

Ein Besuch der Bar ist ein Muss 

 

Aber vorher ist die Bar ein magischer Anziehungspunkt. Der Meister, der dahinter steht und wahrscheinlich Spirituosen statt Blut in den Adern hat, heißt Andreas Morgenstern und hat zu jeder Flasche in seinem Reich eine Anekdote zu erzählen. Erlesene Raritäten sind dort vertreten, aber auch für Freunde von Longdrink-Klassikern hat er noch Verfeinerungen und Tipps auf Lager. Hier wird nicht getrunken, sondern verkostet und erlebt. 

 

Selten habe ich einen Barbereich erlebt, der wirklich so einladend wirkt, dass man nach dem Essen unbedingt noch einen Einkehrschwung machen muss. Jeden Freitag ist Live-Musik, oft mit tollen Experimenten, wenn etwa zwei Musiker mit einem Mac, Akkordeon, Mundharmonika, Kontrabass, Posaune und Trompete live komponieren und probieren. Auch hier wieder ein super Zusammenspiel von Tradition und Moderne – das können sie im Pfösl perfekt.

Mehr Infos:

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