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Direkt an der Spanischen Treppe thront das Hotel Hassler.
Die Suite
Einmalig: Der Blick über Rom.
Die Zimmer sind prunkvoll eingerichtet.
In einer der Suiten übernachtet auch Tom Cruise bei seinen Rom-Besuchen.
Blick von der Penthouse-Terrasse über Rom.
Das Bad ist marmorverkleidet.
Das Restaurant Palm Court grenzt direkt an die Gärten der Villa Borghese.
Auch im Restaurant Salone Eva dominieren viele Muster und Farben.
Blick vom Restaurant Imàgo über Rom
Das Gourmetrestaurant Imàgo verwöhnt die Gäste mit Köstlichkeiten.
Nach der Wellness-Behandlung wird draußen relaxt.
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Fr. 30.05.2014, Anke B.

Hotel Hassler, Rom

Die Grand Dame an der Spanischen Treppe

 

Rom, die ewig Schöne. War schon lange nicht mehr dort gewesen, nun führte mich eine Tour durch die Maremma zurück Richtung Süden. Dem wohlgemeinten Rat eines Gastwirts folgend, gab ich mein Leihauto am Flughafen ab und nahm von Fiumicino aus die Bahn. Eine gute Entscheidung, der Verkehr im Moloch Rom hätte mich um den Verstand gebracht. So aber landete ich wohlbehalten in der U-Bahn Station Piazza di Spagna direkt bei der Spanischen Treppe. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zum Hotel Hassler – einfach die steilen Stufen hoch, vorbei an Pilgern, lärmenden Schulklassen und fotografierenden Reisegrüppchen.

 

Doch kaum hatte sich die Tür der Lobby hinter mir geschlossen, war es ruhig. Dicke Teppiche schluckten die Geräusche der Straße und nur wenige Minuten später fand ich mich in einem Zimmer mit goldgemusterten textilen Wandbespannungen wieder, die von deckenhohen Glasscheiben geschützt wurden.

 

Es gibt weitaus größere und noch prächtigere Zimmer und Suiten im Hotel, aber mein im wahrsten Sinne goldiges Refugium entpuppte sich bald als echte Sensation: Lediglich drei Räume besitzen einen Balkon mit Blick über die Spanische Treppe und weit über die Stadt, bis zum Vatikan – und mein Zimmer war eines davon. Zu allem Überfluss hatte ich den mittleren Balkon, der sich direkt über dem Eingang befindet. Mal ehrlich: Gibt es etwas Besseres? Die Nachmittagssonne lockte mich deshalb nur mäßig zum Flanieren, aber ich widerstand der Versuchung, den Tag auf dem Balkon zu verträumen und machte mich auf zu einem kleinen Erkundungsspaziergang durch die Gassen der ewigen Stadt.

 

Das Hotel Hassler wird von Roberto E. Wirth geführt, einem charismatischen Grandseigneur und wunderbarem Gastgeber. In fünfter Generation ist seine Familie der Hotellerie zugetan; sein Großvater Heinrich Wirth erweckte das Hassler 1939 zum Leben. Doch erst 1947 nach dem Abzug der US Air Force, die während des Zweiten Weltkriegs ihr Hauptquartier ins Hassler verlegt hatte, begann der internationale Aufstieg des Fünf-Sterne-Hotels unter der Leitung seines Sohnes Oscar. Inzwischen sitzt der Enkel auf dem Direktorenstuhl.

 

Mit welcher Hochachtung seine Mitarbeiter Roberto E. Wirth begegnen, konnte ich beim Besuch des Gourmetrestaurants Imàgo erleben, das er mir während einer kleinen privaten Hausführung zeigte. Der Hoteldirektor öffnete die Schwingtür zur Küche – und die Angestellten froren in ihrer Bewegung ein. Dann ein kurzer Gruß und es wurde weiter gearbeitet. Doch nicht nur der Hoteldirektor ist hier ständig im Einsatz: Die Ehefrau von Roberto E. Wirth ist für die Ausgestaltung der Zimmer und Suiten zuständig. Jeder Raum ist individuell eingerichtet; klassisches Hotelmobiliar sieht man hier nicht. Ihre Vorliebe für Farbkontraste und grafische Muster in Verbindung mit Art-déco-Elementen findet ihre Umsetzung in eleganten Interieurs, in denen sich auch die Stars aus Film und Gesellschaft wohlfühlen. US-Schauspieler Tom Cruise zum Bespiel bevorzugt bei seinen Besuchen eine – vornehm ausgedrückt – geräumige Suite im obersten Stockwerk mit ausladender Terrasse. An dieser Stelle möchte ich aber betonen, dass mein Ausblick dem seinen in nichts nachstand.

 

Noch einmal zurück zur weiblichen Kreativität. Signora Wirth entwickelte einen exklusiven Duft für das Hotel, der sowohl in der Badkosmetik-Linie wie auch für die Raumbeduftung Verwendung findet. Echte Hassler-Fans erstehen einen edlen Flakon mit Eau de Parfum und nehmen den Duft der ewigen Stadt ganz einfach mit nach Hause.

 

Im sternedekorierten Restaurant Imàgo war ich leider nicht zu Gast, der kurze Aufenthalt ließ es nicht zu. Dafür aß ich mit Herrn Wirth Pasta am Bartresen, wo er mir von seiner Stiftungsarbeit erzählte. Der Hotelier ist von Geburt an taub, aber nicht stumm. Er kann Italienisch und Englisch von den Lippen ablesen und antwortet in der jeweiligen Sprache. Faszinierend.

 

So neigte sich ein wunderschöner Abend dem Ende entgegen und ich zog mich zurück; eine letzte Stunde in lauer Luft genoss ich auf meinem Balkon hoch über der Spanischen Treppe, auf der es nun auch langsam ruhiger wurde. Ich habe davor und danach viele Hotels bereisen dürfen. Die strahlende Eleganz des Hotels Hassler war ein einmaliges Erlebnis.

Mehr Infos:

Hotel Hassler
 
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jens hoffmann: wunderschöne Geschichte und deutlich mehr als das vielzitierte Bella Italia :-) House & Hotel Magazin