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Der Chiemgauhof liegt direkt am Südostufer des Chiemsees.
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Der Schlafbereich der Suite
Der Wohnbereich des Lofts
Der Loft-Schlafbereich mit Seeblick
Das Sundowner Studio deluxe von innen...
... und von außen
Blick ins Restaurant
Relaxen mit Seeblick
Idylle pur
Der Hotel-Biergarten
When the sun goes down...
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Fr. 10.07.2015, Isabella F.

Hotel Chiemgauhof, Übersee am Chiemsee

Rainy days in Übersee

 

Schon oft bin ich an dem idyllisch direkt am Chiemsee gelegenen Hotel Chiemgauhof vorbeigefahren. Jetzt will ich da mal ein paar Sommertage verbringen. Mit einem Buch in der Sonne liegen, im See baden, bis spät abends im Biergarten sitzen. So war der Plan. Tja, der Plan ging nicht auf. Schön war’s trotzdem.

 

Im Fünf-Minuten-Takt blicke ich auf meine Wetter-App. Vielleicht ändert sich die Prognose doch noch ganz plötzlich? Fehlanzeige. 12 Grad Höchsttemperatur und Regen. Die nächsten beiden Tage. Und zwar non stop.  Gebucht ist gebucht, also breche ich auf nach Übersee am Chiemsee. Hier, direkt am Südostufer, liegt das Hotel Chiemgauhof. Im 19. Jahrhundert gehörte das Anwesen dem Chiemseemaler Julius Exter, der es als Sommerakademie für seine Schüler nutzte. 1960 erwarben Johanna und Heinz Imdahl den Chiemgauhof und machten daraus ein hübsches, kleines Hotel. Heute leitet es der Sohn Heinz Imdahl mit seiner Frau Sabine.

 

Mit einem Luxushotel hat der Chiemgauhof wenig gemeinsam und gerade das macht ihn so charmant. Kein Interieur-Designer hat das Haus durchgestylt, hier treffen die verschiedensten Stilelemente aufeinander. Das Hotel ist mit vielen bayerischen und französischen Antiquitäten eingerichtet, überall finden sich liebevolle kleine Arrangements aus Blumen, Schwemmhölzern und anderen Naturmaterialien. An den Wänden hängen Original-Kunstwerke der Chiemseemaler und Fotos von Herrn Imdahl senior, der in fast allen großen Opernhäusern als Bariton sang.

 

Über eine alte, knarzende Holztreppe gehe ich in den ersten Stock, mit einem einfachen Schlüssel, an dem ein kleiner Holzstecker baumelt, öffne ich mein Zimmer. Ganz ungewohnt, dass es mal keine Chipkarte ist. Jeder Raum hat einen anderen Namen und ist anders eingerichtet. Meins ist das Bojen-Zimmer, an der Wand ein alter Rettungsreifen, der Lampenschirm aus Schwemmholz. Der Raum ist nicht groß, aber – wie schön – von meinem Fenster blicke ich direkt auf den Chiemsee. In der Mitte ein wunderbares, blütenweiß bezogenes Doppelbett, an der Wand ein Schrank und ein Schreibtisch, mehr würde hier schon gar nicht reinpassen. Für mich allein völlig ausreichend. Wer mehr Platz und Luxus braucht, der nächtigt am besten in einem Loft, einer Suite oder einem Studio im neuen Anbau. Die bieten wirklich viel Komfort – vom Kamin über die Außendusche bis hin zur eigenen Sonnenterrasse.

 

Mit Regenschirm und Gummistiefeln ausgerüstet, spaziere ich durch den Garten, das Herzstück des Chiemgauhofs. Bei schönem Wetter kann man hier unter großen alten Eichen im Biergarten direkt am See essen. Oder man relaxt am hauseigenen Natursandstrand auf einem der großen Sunbeds und badet im See. Ganz flach geht das Wasser rein. Und am Abend dann, wenn die Sonne langsam über dem Chiemsee untergeht, genießt man in der Sundownerbar zu coolen Beats einen Cocktail. So wie auf Ibiza. Wahrscheinlich wird dann sogar der Sonnenuntergang beklatscht. Ach... Ein hoffnungsvoller Blick auf meine Wetter-App. Vielleicht ja morgen Abend...? Keine Änderung in Sicht. Regen, Regen, Regen.

 

Was soll’s. Dann schwimme ich eben einige Bahnen im Innenpool. Und danach gönne ich mir im Restaurant eine fein abgeschmeckte Meerrettich-Suppe mit Lachs und als Hauptgang gefüllte Kalbsbäckchen. Mein Blick schweift durch den Raum: alte, schwere Ölgemälde der Chiemseemaler neben modernen Kunstwerken, dazwischen Hirschgeweihe. Ein gekonnter Stilmix. Sehr interessant zu beobachten sind die anderen Hotelgäste: eine bunte Mischung aus einheimischen Chiemgauern, die alle so wirken, als hätten sie was mit Kunst zu tun, und Hotelgästen, darunter viele junge Familien, die für die große Hochzeit am nächsten Tag angereist sind. Der Chiemgauhof ist ein Ort der Liebe. Während der Sommermonate feiert hier jedes Wochenende ein anderes Paar samt Gesellschaft den Bund des Lebens.

 

Und dann, kurz vor Ende des Tages, lässt sie sich doch noch ganz kurz blicken, die Sonne. Die Wolkendecke lichtet sich und einige Strahlen setzen den Chiemsee wirkungsvoll in Szene. Schnell eile ich aus dem Restaurant, setze mich auf eine Bank am Seeufer und genieße den Blick auf den See, die Herreninsel und die Chiemgauer Alpen. Wenige Minuten später ist das kostbare Gastspiel beendet und es regnet wieder.

 

Am nächsten Morgen noch immer keine Wetteränderung in Sicht, aber so ein gemütlicher, verregneter Vormittag hat ja auch was. Im Restaurant lese ich Zeitung, trinke Cappuccino, lasse mir die Croissants, den Kuchen und das Müsli mit den frischen Früchten schmecken –und fasse einen Entschluss: Falls irgendwann mal wieder die Sonne scheinen sollte, dann komme ich wieder hierher und nehm’ das komplette Schönwetter-Programm mit. Inklusive Baden, Biergarten und Sundowner. Und wenn die Abendsonne über dem Chiemsee untergeht, werde ich vor Begeisterung klatschen.

Mehr Infos:

Zum Hotel
 
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Isabella: Nachtrag zu meinem Hotelbericht: Als ich vor einem Jahr im Chiemgauhof zu Gast war, wusste ich: Falls ich einmal heirate, dann hier. Ein Jahr später war es jetzt tatsächlich soweit und der Chiemgauhof mit dem Chiemsee davor war der perfekte Ort für meine Hochzeit. Isabella