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Der Innenhof der Festung lädt zum Chillen ein
Blick ins Zimmer
Die durchgestylten Badezimmer
Das eigene Daybed zum Relaxen
Der Poolbereich
Natur- und Kulturerbe auf 33 Hektar Land
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Fr. 05.07.2013, Karin Z.

Hotel Cap Rocat, Cala Blava

Kasematten Deluxe oder: Der Charme der Festung

 

Der Traum eines Mallorquiners ist wahr geworden: Im Sommer 2010 eröffnete er das Luxushotel Cap Rocat, eine alte Militärfestung auf 33 Hektar Land, gelegen an einer privaten Bucht nahe Palma.

 

Über zehn (!) Jahre wurde mühevoll, mit Rücksicht auf die ursprüngliche Architektur, restauriert und in liebevoller Kleinstarbeit nachhaltig renoviert. Das Ergebnis ist natürlich phänomenal, fantastisch, bombastisch, spektakulär. Ich durchschreite das Eingangstor und bin in einer anderen Welt: kein Lärm, keine Hektik, ein wunderschöner Innenhof mit geschmackvoll ausgestatteten Nischen zum Sitzen und Schmökern. Mich beeindrucken architektonische Details wie meterhohe Glaswände und -türen in den alten Gemäuern oder ungewöhnliche Perspektiven durch die ehemaligen Wassergräben hinab zum Meer. Ver(w)irrend die Gassen zu den aufwendigst ausgebauten Suiten, einst die Kasematten.

 

Die Einrichtung der Suiten hat eine persönliche, private Note. Stoffe, Teppiche und Vorhänge aus Naturmaterialien sind sehr individuell ausgewählt. Das große Badezimmer ist modern ausgestattet, was einen tollen Kontrast bietet zu dem alten Festungsgewölbe. Kleiner Tipp an den Hausherrn: Bitte helleres Licht im Bad – es schmeichelt zwar, ist aber zum Schminken und Stylen absolut ungeeignet.

 

Zu jeder Suite gehören drei Terrassen auf unterschiedlichen Ebenen – auf der obersten thront ein Daybed mit traumhaftem Blick aufs Meer! Hier kann man sich sein Frühstück servieren lassen, das jeden Tag – in einem großen Korb angeliefert – unterschiedliche köstliche Überraschungen bietet: selbst gemachte Müsli, Brotaufstriche, Säfte, Früchte, leckere Eierspeisen und selbst gebackene Teigwaren. Das hoteleigene Restaurant ist auch der Hammer: authentische mallorquinische Küche mit Haute-Cuisine-Akzenten (z.B. Ibérico Schwein mit Tomaten-Confit und Foie-Gras-Pralinen).

 

Aber jedes Paradies auf Erden hat natürlich auch seine kleinen Makel: Die Trocknung des alten Gemäuers gleicht wahrscheinlich einer Sisyphusarbeit. So bröckelt an der einen oder anderen Wand bereits der Neuanstrich und ein klein wenig modriger Geruch verbreitet sich in den Räumen. Aber ich glaube, damit kann jeder Gast in Anbetracht der faszinierenden Anlage leben.

 

Zurück zur Entdeckungstour: Von den Suiten kommend, vorbei am Gym, Spa und einem Verlies mit Fahrrädern für die Gäste, kann man wählen zwischen einem eindrucksvollen Spaziergang entlang der Klippen oder dem direkten Weg zum kleinen, privaten Sandstrand mit Schnorchelmöglichkeiten. Ich relaxe am Pool, der (wie soll’s auch anders sein) wunderbar ästhetisch in die Umgebung integriert ist. Ja, und so fließen die Tage dahin. Frei nach dem Motto „Ist man erst mal in der Festung drin, ist es schwer, wieder rauszukommen“.

Mehr Infos:

Hotel Cap Rocat
 
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