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Fr. 05.06.2020, Isabella F.

Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo, Lido di Jesolo

Miami meets Jesolo

 

Vergessen Sie alle Klisches von Jesolo. Wer im Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo residiert, fühlt sich fast ein bisschen wie am South Beach von Miami.

 

So schnell nicht wieder, habe ich mir gedacht, als ich vor Jahren einen Zwischenstopp in Jesolo gemacht habe und es laut aus den Spielhöllen dröhnte und man den Strand vor lauter Hotels nicht sah. Die Adria von ihrer unattraktivsten Seite. Aber offenbar war ich zur falschen Zeit (August, Hochsaison, Affenhitze) am falschen Ort (vom Navi zum Zentralparkplatz gelotst und dann mittendrin im Touristentrubel). Jesolo kann nämlich auch anders. Am Ende des Ortes, dort wo es keine Spielhöllen und keine Ramschläden mehr gibt, ragt direkt am Lido eine Designperle in den blauen Himmel: das Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo. Weiß, luftig und unaufgeregt strahlt das Hotel schon von außen eine Ruhe aus, die sich in den folgenden Tagen auf mich übertragen wird.

 

Architektonisches Meisterwerk

 

Das Falkensteiner Hotel & Spa Jesolo ist ein architektonisches Meisterwerk. Für den Prestigebau am Lido, Teil ihrer „Premium Collection“, hat die Falkensteiner Gruppe den weltberühmten New Yorker Architekten Richard Meier beauftragt. „Licht ist Leben“, lautet das Credo des Altmeisters der Architektur. Wie in seinen anderen Bauwerken auf der ganzen Welt hat Richard Meier die Hotelfassade am Lido aufgerissen, um möglichst viel Licht in das Innere zu lassen. Klar angeordnete, senkrecht aufeinandertreffende Linien fassen das gesamte Gebäude ein. Eine intelligente Komposition aus Baukörpern und Zwischenräumen, die für stimmungsvolle Lichteindrücke im Gebäude sorgt. Alles in Weiß gehalten, die einzige Farbe, die Richard Meier einsetzt. An der quirligen Adriaküste übt sich das Hotel in eleganter Zurückhaltung und erinnert an Bauwerke des Art Déco, wie sie sich am South Beach von Miami reihen. Miami meets Jesolo.

 

So klar und mondän das Hotel von außen wirkt, so verspielt und exzentrisch ist es drinnen. Der italienische Architekt und Designer Matteo Thun sorgt mit Pop-Art-Elementen und fröhlichen Farben der Sixties für eine wunderbare Leichtigkeit. Mit dem Begrüßungs-Prosecco mache ich es mir in einem der gemütlichen Polstersessel in der Lobby bequem und lasse das Flair auf mich wirken. Und da sehe ich es, durch die offenen Glasfassaden am anderen Ende des Raumes: das Meer. Jetzt, zur Nebensaison, ist der Strand fast leer, nur einzelne Badegäste haben ihre Handtücher auf den Liegen ausgebreitet. Auf einem der langen Holzstege, die ins Wasser führen, macht jemand Yogaübungen. Ich ziehe meine Schuhe aus und genieße den warmen Sand und das kühle Nass.

 

Langsam verabschiedet sich die Sonne von diesem Tag. Von meinem Zimmer im vierten Stock mit seitlichem Meerblick sehe ich den Sonnenuntergang in den schönsten Farben. Das Licht wirft durch die Balkonbalken stimmungsvolle Lichtspiele an die Wand. Die vielen hellen Vorhänge, die an den Fenstern und um mein Bett drapiert sind, unterstreichen die Leichtigkeit, die zum Teil türkis gestrichenen Wände und ausgewählte Designelemente wie die gelbe Sixtieslampe setzen farbenfrohe Akzente.

 

Es geht natürlich immer noch mehr. Den puren Luxus bietet das Miami Penthouse im obersten Stock mit drei Schlaf- und Badezimmern und einem 100 Quadratmeter großen Balkon. Die Nacht kostet hier 1300 Euro aufwärts, erzählt mir Resident-Manager Alessandro Fichera bei einer Hausführung und fügt hinzu: "In den Sommermonaten ist das Penthouse immer ausgebucht." Wer hier oben wohnt, muss sich wie der König von Jesolo fühlen. Kurz bin ich die Königin. Auf dem Penthouse-Balkon werden mir während der Führung Champagner und Häppchen gereicht. Von erhabener Lage blicke ich auf das Meer und das Volk zu meinen Füßen, der Champagner zeigt langsam seine Wirkung. Ich könnte es noch länger hier oben aushalten, doch dann geht es wieder nach unten. Resident-Manager Alessandro schließt sorgfältig die Tür zum Reich der Reichen.

 

Spezialitäten der venezianischen Lagune

 

Ein Dinner im Hotelrestaurant rundet den Tag ab. Küchenchef Marco Vanzan und sein Team kredenzen kulinarische Spezialitäten aus der venezianischen Lagune. Nach der Pasta mit Entenragout wähle ich zum Hauptgang Bronzino-Fisch auf Polenta. Gut, aber leider nicht so überraschend, wie man es von einem Hotel dieser Preiskategorie erwarten würde. Das große kulinarische Verwöhnprogramm bekomme ich am nächsten Tag woanders: auf der Insel Burano.

 

Gleich in der Früh geht es mit dem Boot nach Venedig. Vom nahen Hafen Punta Sabbioni fährt etwa jede halbe Stunde ein Vaporetti in die Lagunenstadt, das Falkensteiner organisiert auch gerne ein Privat-Speed-Boat dorthin. Nach nur 30 Minuten Fahrzeit bin ich am Markusplatz. Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt, kurz vor neun sind nur wenige Touristen hier, langsam rüstet sich die Stadt für den baldigen Ansturm des Tages. Die Ober des Caffè Florian, dem ältesten Kaffeehaus von ganz Italien, breiten weiße Decken auf den Tischen aus, die vielen Souvenirhändler richten ihre Ware. Nur die berühmten Tauben auf dem Markusplatz fehlen und werden auch später nicht kommen. Seitdem sie nicht mehr gefüttert werden dürfen und Touristen bei Missachtung eine Strafe von 500 Euro droht, ist die Lagunenstadt für sie unattraktiv geworden. Venedig funktionert aber auch ohne Tauben.

 

Ich spaziere durch die Seitengassen, in die sich kaum ein Tourist verirrt, und trinke in einem kleinen Café an einem besonders hübschen Platz einen Cappuccino (bitte nur am Vormittag! Kein Italiener würde nach dem Essen oder nachmittags noch einen Cappuccino trinken, lerne ich). Mittags fahre ich mit dem Vaporetto auf die Nachbarinsel Burano und entdecke mein neues Lieblingsrestaurant in der Region: die Osteria Al Museo. Ein unscheinbarer Ort, an dem großartiges Essen serviert wird: Das Fisch-Antipasti ist zum Niederknien, jede Komponente ein Geschmackserlebnis. Danach ein wunderbar cremiges Risotto mit Ghiozzo-Fisch und Baccalà, eine Spezialität der Region aus getrocknetem Fisch. Und zur süßen Krönung ein Tiramisu.   

 

Tagesausklang im Spa

 

Wie könnte der Tag nach so vielen Eindrücken schöner ausklingen als im Spa des Falkensteiner Hotels? Am Außenpool genieße ich die letzten Sonnenstrahlen des Tages. Und als es langsam kühler wird, wärmt mich das Wasser des Whirlpools. Im Inneren des Spas ist die Handschrift Matteo Thuns deutlich zu erkennen. Auch hier viele Designelemente in bunten Farben und in klarer Anordnung. 

 

Natürlich besuche ich auch den Ort Jesolo. Ich leihe mir beim Hotel kostenlos ein Rad und fahre an der 17 Kilometer langen Strandpromenade entlang ins Zentrum. Mein Weg führt an vielen Hotels vorbei, die meisten haben während der Nebensaison geschlossen. Das Falkensteiner hat als eines der wenigen im Ort ganzjährig geöffnet und wirkt dadurch noch exklusiver. Seit meinem letzten Besuch vor vielen Jahren hat sich Jesolo gemausert und ist nicht mehr ganz so gesichtslos wie damals. Zwischen den Billigläden haben sich Cafés und Boutiquen angesiedelt. Doch, Jesolo hat durchaus seinen eigenen Reiz. Vor allem, wenn man in so einem besonderen Hotel wie dem Falkensteiner wohnt. Es war höchste Zeit, mit alten Vorurteilen aufzuräumen.