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Weiche Lodenstoffe und warme Hölzer machen den Wohnraum gemütlich
Jeder Stadl besitzt zwei Schlafzimmer mit je einer Badstube
Im Untergeschoss befindet sich die private Sauna und der Hot Pot
Der Blick von unserem Chalet ...
... unglaublich schön!
Die Chalets von außen
Mitten im Winterwonderland
Dem Himmel so nah ...
... im warmen Infinity Pool
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Fr. 09.02.2018, Svenja L.

Bergwiesenglück, See

 

Design trifft Herzlichkeit - einfach extrem elegant

 

In Wahrheit ist der Name Bergwiesenglück ein geheimes Pseudonym für eine Fee. Anders kann ich es mir zumindest nicht erklären, dass mir ungefragt drei heimliche Wünsche erfüllt werden. Auf der Fahrt Richtung Paznauntal bekomme ich beim Blick in die Berge und der frostigen Luft Lust auf einen Glühwein. Sofort geht meine Fantasie mit mir durch: „Weißt Du, was toll wäre? Wenn es direkt vor unserem Chalet einen kleinen Glühweinstand gäbe!“ sage ich zu meinem Freund, der daraufhin nur sparsam schaut. Ein Blick, der sagt ‚träum weiter, Baby’. Genau das tue ich auch voller Vorfreude auf das Wochenende in den Bergen und fahre fort „und perfekt wäre es, wenn wir mit den Ski bis vor unser Stadl fahren könnten.“ Zu Wunsch Nummer drei komme ich nicht, denn mein Liebster ermahnt mich liebevoll aber bestimmt: „Nun lass uns doch erstmal ankommen und Du Dich überraschen.“

 

Kurz hinter dem Örtchen und Skigebiet See geht links eine schmale Straße mit engen Kurven den Berg herauf. Am Vortag hat es kräftig geschneit, aber heute sind die Straßen frei und alle Bäume und Dächer weiß überzuckert. Endlich sehen wir das markante Holzkonstrukt des Bergwiesenglücks. Zur Begrüßung können wir wählen zwischen einem Getränk im Restaurant oder – Trommelwirbel – einem Glühwein draußen im vierten Stock, genau dort also, wo wir wohnen werden! Wir treten aus dem Haus und landen im Märchen: Hinter der Tür wartet das Winterwonderland der verschneiten einzelnen Holz-Stadl und mittendrin ein weihnachtlich geschmückter Mini-Stand mit hausgemachtem Glühwein und heißem Raclette-Käse. Gerade mal zehn Meter von unserem Chalet – ich bin jetzt schon verzaubert! Sonja vom Bergwiesenglück begrüßt uns in Skiklamotten, sie hat die Saison des benachbarten Gebiets See an diesem Tag eröffnet, bei Sonnenschein und Neuschnee. Als wir sie gerade fragen wollen, wo die besten Hänge liegen und wie wir zur Gondel kommen, sagt sie „unser Shuttle bringt Euch morgen früh an die Piste – und abfahren könnt Ihr auf dem Heimweg direkt bis da vorn vors Haus.“ Wunsch Nummer zwei erfüllt!

 

Holzstadl mit privater Sauna und Hot Pot

 

Der wahre Traum beginnt aber, als wir unser Chalet betreten. Zwölf der einzelnen Stadl aus Holz stehen auf zwei Ebenen am Berg, alle mit identischem Aufbau und den alten Heu-Hütten nachempfunden, die man oft in den Bergen stehen sieht. Das Erdgeschoss ist Wohnraum, nach der kleinen offene Küche geht es über in den Essbereich mit großem Tisch und Platz für mindestens sechs Personen. Massives Holz, darüber drei Design-Lampen, die Stühle und Sitzbänke wie Wandverkleidung in grauem Filz. Alles ist in dunklem Holz gehalten und angenehm reduziert, jedes kleine Detail stilvoll. Als Raumtrenner fungiert der ganz schlicht weiß gehaltene und verputzte Kachelofen, hinter dem eine Sitz- oder Liegeecke zum Erholen einlädt. Im Fenstereck gegenüber stehen noch zwei Stühle und eine Lampe. Über die freie Holztreppe geht es ins Obergeschoss, wo an jedem der beiden Schlafzimmer ein eigenes Bad abgeht. Doch der wahre Privat-Luxus wartet im Untergeschoss: eine eigene verglaste Sauna sowie ein Hot Pot auf dem Balkon. Mit nur einem Knopfdruck kann man diesen mit heißem Wasser befüllen und dann zu zweit sitzend in wohliger Hitze am Körper sich die kalte frische Bergluft um die Nase wehen lassen. Das machen wir sofort nach Ankunft, kuscheln uns anschließend in die geschmackvollen anthrazitfarbenen Bademäntel und verputzen das Jausenbrett mit Tiroler Speck und Bergkäse, das uns zur Begrüßung erwartet hat.

 

Frühstück von den Heinzelmännchen

 

Als wir nach einer vollkommen ruhigen Nacht erwachen und am nächsten Morgen die Treppe heruntergehen, waren die Heinzelmännchen des Bergwiesenglücks schon aktiv und haben unseren Frühstückstisch gedeckt. Nach vorab angekreuzten Wünschen stehen Saft, Müsli, Brötchen, Eier und Aufschnitt bereit. Mit der Illy-Maschine in der Küche macht sich mein Freund einen Espresso, ich brühe mir einen der drei losen Tees auf. Das einzige, was wir ein wenig vermissen, ist ein wenig Musik und ein Milchschäumer. Ansonsten können wir endlich mal so entspannt frühstücken, wie man es am Wochenende oder im Urlaub doch möchte: ohne unbedingt vorher duschen oder sich ordentlich anziehen zu müssen.

 

Warmer Infinity Pool und frische Bergluft

 

Frisch gestärkt werfen wir uns in Skiklamotten und holen unsere Ausrüstung aus dem Skikeller im Erdgeschoss des Haupthauses. Das Shuttle fährt uns fünf Kurven hinab, lässt uns direkt an der Piste heraus. Das Gebiet See kannte ich vorher nicht, da man mit dem Paznauntal immer erst das berühmtere Ischgl in Verbindung bringt. Acht Liftanlagen und 36 Pistenkilometer klingen zwar nicht viel, aber vor allem die breiten Tiefschneehänge und Routenvarianten lassen an diesem Tag keine Wünsche für anspruchsvolle Fahrer offen. Besser kann man nicht in die Saison starten – wir sind fast allein unterwegs und stauben juchzend durch knietiefen Powder. Perfekt! Kalorien haben wir genug verbrannt und freuen uns auf das Essen am Abend. Vorher springen wir aber in den Infinity-Pool auf dem Dachgeschoss, um die müden Muskeln zu lockern. Schwimmend an der frischen Luft ist der Blick ins enge, dämmrige Tal noch spektakulärer. Im Bademantel und dicken Stiefel eilen wir zurück ins Chalet und wärmen uns in der Sauna auf, bevor wir zum Abendessen gehen. Ein eleganter Bar-Bereich lädt zum Aperitif, Restaurantleiter Steffen und sein Team begrüßen uns herzlich in dem dahinter gelegenen Speiseraum mit zwei langen Fensterfronten, in dem der einheitliche Stil des Hauses mit Holz und Filz durchgezogen ist. Als Vorspeise wählen wir Forellenmousse und Beef Tartare, beides ansprechend angerichtet und großartig abgeschmeckt. Genau wie die Hauptgänge: ob der Lammrücken Provencale mit Ratatouille oder das Maispoulardenfilet an Cognacsauce mit Polenta – wir schwelgen im Genuss. Weil uns der Kaiserschmarrn zu viel ist, teilen wir uns ein Tiramisu im kleinen Weckglas kombiniert mit einer Kugel Vanilleeis, das seinesgleichen sucht. Zum Glück kommt Küchenchef Jürgen zur Abschlussrunde ins Restaurant, damit wir uns für seine Kochkünste persönlich bedanken können. 

 

Dass wir am nächsten Tag schon abreisen müssen, ist viel zu früh. Gerade hatten wir uns an den Luxus eines eigenen Chalets in den Bergen mit allem angegliederten Service gewöhnt. Die perfekte Mischung zwischen ganz privatem Rückzugsort und allen Leistungen, die man sich im Urlaub wünscht. Apropos: mein Wunsch Nummer drei geht mir beim Packen durch den Sinn. Es ist Winterzeit und ich habe noch kein Gebäck gegessen – das würd ich zu gern. Na, was drückt mir Sonja beim Check-out für die Rückfahrt in die Hand? Genau: zwei Tüten Gebäck – selbstgebacken! 

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