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Fr. 14.06.2019, Lisa L.

At Six, Stockholm

Es ist an alles gedacht!

 

Vor einer Reise muss man an so einiges denken. Sind die Pässe noch gültig? Haben wir für den Flug schon eingecheckt? Habe ich auch alles eingepackt? Zugegeben, alle Punkte kann ein Hotel nicht für einen erledigen. Dass es aber Hotels gibt, die wirklich mitdenken und für den Fall, dass man in der Hektik doch das ein oder andere Utensil zuhause vergessen hat, mehr als perfekt vorbereitet sind, durfte ich während meines Aufenthalts im At Six in Stockholm erleben.

Aber von vorne: Mitten in Norrmalm, dem zentralen Stadtbezirk Stockholms, erwartet uns am Brunkebergstorg 6 das Hotel At Six. Noch bis vor wenigen Jahren führte der Brunkebergstorg ein Schattendasein und war vor allem geprägt von brutalistischen Bauten. Durch die umfassende Umgestaltung wurde der Platz wiederbelebt und erlebte mit der Eröffnung des At Six und seines Nachbarhotels Hobo Anfang 2017 eine echte Renaissance. Aus dem einstigen Bankgebäude wurde ein luxuriöses Kunst- & Design-Hotel mit 343 Zimmern und Suiten. Dynamisch, trendy, kunstvoll. Von Universal Design Studio aus London ausgestattet, einem international tätigen und vielfach ausgezeichneten Architektur- und Designbüro, gibt es hier in jeder Ecke etwas zu entdecken. Allen voran die imposante Marmorskulptur des spanischen Bildhauers Jaume Plensa, die den Treppenaufgang in der Lobby ziert. Und weil Kunst auch im Rest des Hotels eine große Rolle spielt, begegnen einem immer wieder Werke namhafter, zeitgenössischer Künstler wie Sol Le Witt, Olafur Eliasson und Tacita Dean, die der ehemalige Museumsdirektor Sune Nordgren für das Haus kuratiert hat.

 

Gelungenes „So-will-ich-auch-wohnen“-Ambiente

 

Nachdem mir die freundliche Dame beim Check-in erzählt, dass sie leider kein Zimmer in unserer Kategorie in der Nähe des Lifts hat (ich hatte aufgrund einer Verletzung vorab darum gebeten), aber uns gerne ohne Aufpreis eine Suite gibt, bin ich erstmal begeistert. Wer sagt zu solch einem Angebot schon Nein. Anschließend begleitet sie uns mit dem Aufzug nach oben. Nach oben ist immer gut – denn das bedeutet Aussicht. Und so erfreue ich mich in unserer Suite über einen tollen Ausblick über den Brunkebergstorg und die Stadt. Die breite Fensterfront bringt außerdem viel Licht in das geräumige Zimmer. Zwar lassen sich die Fenster nicht öffnen, dafür sind sie aber so isoliert, dass nachts nicht das kleinste Geräusch nach innen dringt. Nachdem ich ein paar Minuten das Schauspiel auf dem trubeligen Platz beobachtet habe, gehe ich auf Entdeckungstour durch die Suite. Für ein erstes Wohlgefühl sorgen das weiche Bett und ein gemütliches Sofa in der Mitte des Raumes. Mehr noch als das Mobiliar gefällt mir jedoch der gekonnte Material-Mix aus feinem Marmor, Granit, Stahl und dem Gegenpol aus dunklem Holz und Naturleder. Auf der langen Marmor-Arbeitsplatte, die sich perfekt in das monochrome Interieur mit metallischen Akzenten einfügt, wartet zudem ein eigenes Cocktail Set mit Shaker und verschiedenen Spirituosen zum selber mixen. Nur durch Zufall schaue ich auch in die Schublade über der Mini-Bar, in der sonst meist nur das übliche Briefpapier des Hotels liegt und staune nicht schlecht. Für jede Lebenslage gibt es dort etwas. Praktisch eine Notfall-Schublade mit allem, was man vergessen haben könnte. Neben Snacks wie Nüssen und Rohkost-Chips tummeln sich hier Ladegeräte und Adapter, Haarspray, Haargel und Deo, eine blickdichte Strumpfhose sowie Boxershorts, Slips und Socken. Letztere sind eine Special Edition von Happy Socks im hoteleigenen Design, die sowohl in der Männer- als auch der Frauenvariante angeboten werden.


Beim Betreten des Bades fällt mein Blick zunächst auf die riesige Walk-In-Dusche. Der zweite wandert zum großen Waschbecken, neben dem sich eine Vielzahl von Kosmetikprodukten von c/o Gerd – einer schwedischen Kosmetikfirma aus Lappland, die auf Bio-Produkte setzt – aufreiht. Zusätzlich zu den üblichen Verdächtigen wie Shampoo und Conditioner, finden sich hier auch eine Gesichtsmaske und ein Peeling. Mehrere Beauty-Kits mit Zahnbürste, Peeling-Handschuh, Nagel-Set, Glätteisen, Haargummis und Rasierer stehen ebenfalls parat. Und da soll noch mal einer behaupten, ein Hotel denke nicht mit.

 

Urbaner Treffpunkt für Genießer

 

Das zwanglose, aber dennoch absolut stilvolle Interieur der Zimmer zieht sich auch quer durch das Haus und macht es so zu einem lebendigen, inspirierenden Treffpunkt. Schließlich handelt es sich beim At Six nicht um ein karges Basislager, von dem aus man zu spannenden (Sightseeing-)Touren aufbricht, sondern vielmehr um einen Ort, an dem man sich aufhalten, den man am liebsten gar nicht erst verlassen möchte. Das zeigt sich unter anderem auch im „Dining Room“ mit seiner offenen Küche, in der die Gerichte vor den Augen des gesamten Restaurants zubereitet werden – quasi ein Cheftable für alle. Auf jenem Marmortresen, hinter dem die Köche ihre Speisen anrichten, finden sich morgens auch die leckeren Köstlichkeiten des Frühstücksbuffets, darunter frisch gebackene Zimtschnecken und andere süße Backwaren. Gesellig und kommunikativ geht es auch in der Slow-Listening Bar „Hosoi“, der Cocktail Bar, die seit April auch vietnamesische Küche anbietet, und der Rooftop Bar, zu. Nur wenige Meter entfernt, ist die knapp 1.200 qm große Rooftop Bar im Nebengebäude des „Stockholm Under Stjärnorna” (Stockholm under the stars) ein beliebter Hotspot, den viele Stockholmer für ihre After-Work-Drinks entdeckt haben und der neben regelmäßigen Open Air Kino-Abenden und DJ-Auftritten einen der besten Ausblicke über Schwedens Hauptstadt verspricht. Und doch zieht es mich abends lieber ins „Blanche & Hierta“ im Erdgeschoss des At Six. Eine Mischung aus Kaffeehaus, in dem auch externe Gäste frühstücken können, Weinbar und Deli, lockt vor allem die gemütliche Außenterrasse bei sommerlichen Temperaturen zum Essen nach draußen. Als Vorspeise wähle ich Rindercarpaccio, ein Klassiker ja, der aber durch das Hinzufügen von würzigen Röstzwiebeln eine individuelle Note bekommt. Auch die Salsiccia mit gegrillter Paprika und Petersilie und der Caprese Salat mit frischem Büffelmozzarella überzeugen mich auf Anhieb. Wie generell der ganze Aufenthalt im At Six, in das ich auch zukünftig gerne zurückkehre. Dann mit weniger Vorab-Stress beim Packen. Denn sollte ich was vergessen haben, reise ich mit der Gewissheit, dass an das Meiste dort bereits gedacht wurde. 

Mehr Infos:

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